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| Motopädagogik / Psychomotorik – was ist das? |
In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Psychomotrik zwischen Sport- und Sonder-pädagogik, zwischen Physiotherapie und Psychotherapie als neue Wissenschaftsdisziplin etabliert. Daraus entstand der Studiengang „Motologie“ in Marburg.
- gemäß Kiphard (Begründer der Psychomotrik) ist Motopädagogik / Psychomotorik das Konzept einer ganzheitlichen Bewegungserziehung und Persönlichkeitsentwicklung des Kindes durch Spielen, Wahrnehmen, Bewegen und Handeln
- dabei wird über die gemeinsame Bewegung die Selbsttätigkeit, Kreativität und Gruppenfähigkeit des Kindes angeregt und somit der motorische, kognitive und affektiv-soziale Bereich gefördert
- ganz kurz und prägnant gesagt ist Motopädagogik / Psychomotorik also ein "Bewegungsspass mit Wirkung"
- Motopädagogik / Psychomotorik verbindet die körperlich-motorischen Prozesse mit den geistig-seelischen. Haltung und Bewegung sind unmittelbar Ausdruck von Gefühlslagen und Emotionen, unterstützt durch Mimik, Gestik und Sprache.
- diese Wechselwirkung in der Motopädagogik / Psychomotorik wird genutzt, um die Ganzheitlichkeit des Menschen zu unterstützen und zu fördern
- beide Begriffe stehen für das gleiche Konzept, sie entstanden aus der geschichtlichen Entwicklung
- eine Feinunterscheidung zeigt, dass Motopädagogik eher präventiv und Psycho-motorik eher rehabilitativ orientiert ist.
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| Ziele der Motopädagogik / Psychomotorik |
Das übergeordnete Ziel dieser Bewegungserziehung ist die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, die die motorische, kognitive, psychische und soziale Komponente umfasst. Über Bewegung erfährt man etwas über sich selbst (=> Körperwahrnehmung), seine Umwelt (=> Materialerfahrung), drückt Gefühle aus und tritt in Kommunikation (=> Sozialerfahrung). Durch die vielen Handlungsmöglichkeiten versucht die Motopädagogik / Psychomotorik die Selbst-, Sozial und Sachkompetenz zu stärken und miteinander in Einklang zu bringen.
- Selbstkompetenz
seinen eigenen Körper wahrnehmen und erfahren, eigene Grenzen ausloten, Ausdrücken und Kontrollieren eigener Gefühle
=> über die Selbstkompetenz entsteht für das Kind ein positives Selbstkonzept
- Sozialkompetenz
gruppenfähig werden, den Umgang mit Regeln erlernen, Rücksicht nehmen, aber auch in manchen Situationen sich behaupten können, sowie Bewältigen von Konflikten
=> über die Sozialkompetenz werden die Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich erweitert
- Sachkompetenz
Auseinandersetzen mit Materialien und lernen, wie man damit umgeht, die räumliche und materielle Umwelt erfahren und begreifen
=> über die Sachkompetenz wird die kindliche Kreativität und Phantasie angeregt
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