Montessori, Fröbel und Pestalozzi können als Wegbereiter der Motopädagogik / Psycho-motorik bezeichnet werden. Ebenso wie heute Rogers und Zimmer stellten sie das Kind in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen und berücksichtigten bereits die Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Erlebniskomponente in der Entwicklung.

- die motopädagogische / psychomotorische Erziehung in Deutschland findet ihren Ausgangspunkt vor allem bei dem Sportpädagogen E. J. Kiphard 1955.
- Kiphard prägte den Begriff "psychomotorische Übungsbehandlung", indem er spielerische Bewegung ohne jeglichen Leistungsdurck in die Therapie behinderter, verhaltensauffälliger und entwicklungsgestörter Kinder einbezog
- daraufhin folgte die Verwissenschaftlichung dieser Bewegungserziehung:
- 1977 Einführung des Ausbildungsganges mit dem Berufsbild des "Motopäden"
- 1983 Studiengang "Motologie" in Marburg mit dem Abschluss des "Dipl.-Motologen"
aus dieser geschichtlichen Entwicklung entstammen diese zwei Begriffe: Kiphard begann mit dem Begrif Psychomotorik in der Praxis, im Verlauf der weiteren Entwicklung entstand durch die Verwissenschaftlichung der Begriff Motopädagogik
=> beide Begriffe stehen für das gleiche Konzept!
die im Laufe der Zeit im Behindertenbereich gewonnenen Erfahrungen waren so wertvoll, dass sie auch im Nichtbehindertenbereich ihre Anwendung fanden
heutzutage ist Motopädagogik / Psychomotorik prozess- und erlebnisorientiert, man sieht das Kind im Zusammenhang mit seiner Umwelt und geht von den Stärken des Kindes aus
|